Veröffentlicht in Netzworking, Social Media

NewsCheck

Das Schöne am Internet ist – und da sind sich die meisten Nutzer wohl einig – man kann über jedes Thema lehrreiche und praktische Informationen finden. Aber wir wissen auch, dass so manche im Netz veröffentlichten „Fakten“ falsch sind, wenn nicht gar verleumderisch. Manchmal ist es nicht leicht, das Wahre vom Irreführendem zu trennen. Da hilft nur der kritische Verstand, oder falls man sich nicht sicher ist – weitere Recherchen … In diesem Sinne, wie man so schön sagt – Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.

Mit Falschmeldungen in sozialen Netzwerken hatte ich zum ersten Mal zu tun als … ich vor einem Jahr eine Neuigheit auf der russischen Plattform Одноклассники (Mitschüler) entdeckte. Darin stand, dass die Politikerin und Leiterin des Ausschusses der Staatsduma für „Frauen-Angelegenheiten, Familie und Kinder“ Yelena Mizulina ein neues Gesetz in das Parlament einbringen wolle. Das Gesetz soll jeder Bürgerin erlauben, Kinder von Putin zu gebären. Es ginge ganz einfach: Das Sperma des Presidenten per Post erhalten, sein Kind austragen und nach der Geburt in ein Militär-Internat zum Erziehen geben. Solche Kinder würden dem Vaterland dienen und den Vater selbst verehren. Und es würde sich positiv auf die demographische Situation auswirken und für mehr Patrioten unter der Bevölkerung sorgen. Russische Frauen stünden doch sowieso auf Putin und träumten nur davon 😆 , ein Kind von ihm zu bekommen. Außerdem würden sie dafür mit Zulagen belohnt werden.

Lange Rede – kurzer Sinn: ich hielt es nicht für wahr, mein gesunder Menschenverstand sträubte sich dagegen. Wie extrem diese Politikerin auch sein mag (sie befürwortet beispielsweise die straffreie häusliche Gewalt und steht hinter dem Verbot von ‚homosexueller Propaganda‘), aber so etwas?! … Die überwigende Zahl der Russen glaubte jedoch dieser „Ente“ und regte sich ohne Maß auf.

Tatsächlich hatte ich dann nach nicht allzu langer Recherche eine Seite entdeckt, die diese Nachricht als Falschmeldung erklärte, obwohl sie mittlerweile schon rund um die Welt ging, sogar in den USA diskutierte man darüber.

Falschmeldungen in sozialen Netzwerken haben auch eine Bedeutung für Bibliotheken, weil … es eigentlich ein Leichtes ist, Fakenews zu verbreiten, ob über die Einrichtung selbst oder über ihre Mitarbeiter. Zum Glück passiert so etwas selten.

Die in der Lektion gezeigten Tools können mir [auch] in Zukunft helfen, den Falschmeldungen auf die Spur zu kommen, besonders wenn sie aus meiner Stadt oder Region stammen.

Am Nützlichsten fand ich … die Google-Bildersuche, die kenne ich und benutze sie auch von Zeit zur Zeit.

Fake News
Fake News
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Autor:

Geboren bin ich 1954 in Russland (Westsibirien), lebe seit 1992 in Deutschland (Sauerland). Mein Beruf: Bibliothekarin; ich arbeite als Assistentin an Bibliotheken in der Stadtbücherei Lüdenscheid. In der Freizeit schreibe ich in meinen Blogs und beschäftige mich gern mit meiner Homepage.

2 Kommentare zu „NewsCheck

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